Verfahrensentwicklung

Eisenbahnbetriebswissenschaftliche Verfahren beruhen auf den Säulen

  • analytische Methoden zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit und
  • Simulationsmethoden.

Hinsichtlich der analytischen Methoden wurden in den 1970er Jahren durch die damaligen Richtlinien DV 405 der Deutschen Bundesbahn wichtige Grundlagen geschaffen, die unter anderem auf Arbeiten von Prof. Schwanhäußer zurückgehen (u.a. "Die Bemessung der Pufferzeiten im Fahrplangefüge der Eisenbahn",  Diss. 1974). In den Folgejahren wurden sie weiter verfeinert, wobei die "Ermittlung von Qualitätsmaßstäben für die Berechnung der Leistungsfähigkeit eines Streckenabschnitts" (Schwanhäußer, Schultze, 1982) und Arbeiten von Wakob u.a. zur Ableitung eines generellen Wartemodells zur Ermittlung der planmäßigen Wartezeiten (in Diss. 1985) bedeutende Eckpunkte darstellen.

Simulationsmethoden gewannen ebenfalls seit den 1970er Jahren mit der Weiterentwicklung der EDV mehr und mehr an Bedeutung. Einen Beitrag dazu bildete die Dissertation "Modell für die asynchrone Simulation des Betriebes in Teilen des Eisenbahnnetzes" (Schultze, 1985).

Auch weiterhin besteht ein Bedarf, diese Methoden zu aktualisieren und zu verbessern. Schultze + Gast Ingenieure wirken daran unter Einsatz ihres Knowhows erfolgreich mit, zuletzt mit den im Folgenden genannten beispielhaften Beiträgen.

 

Grundlagen der Leistungsfähigkeitsermittlung und Fahrplan- bzw. Betriebssimulation

  • Berücksichtigung der Behinderungen durch Kreuzen der Gegenrichtung bei der Nutzung falsch liegender Überholungsgleise und Abzweigstellen in der Leistungsfähigkeitsermittlung
    im Rahmen der Dissertation Gast 1986 und weiter aufbereitet 2007
  • Überarbeitung des Verfahrens zur zugspezifischen Ermittlung der Folgeverspätungen nach Schwanhäußer ("Erweitertes wahrscheinlichkeitstheoretisches Verfahren zur Bemessung der Pufferzeiten im Fahrplan der Eisenbahn", 2001)
    2007
  • Entwicklung von Verfahren zur spezifizierten und generellen Hochrechnung der Zugzahlen an die Leistungsgrenze
    2008
  • Entwicklung eines Verfahrens zur Berücksichtigung von Begegnungsverboten von Zügen bei asynchroner Simulation
    2008
  • Berücksichtigung höhengleicher Bahnsteigzugänge in Simulation und Leistungsfähigkeitsermittlung
    2010
  • Entwicklung des "erweiterten Ganglinienverfahrens" zur Ermittlung der Zugfolgefälle
    2010
  • Verfahren zur Anpassung der Betriebsprogramm-Ganglinien an prognostizierte Zugzahlen
    2010
     
  • Aufbereitung der Ergebnisse aus der DB Netz-internen Studie "Qualitätsmaßstäbe" zur Integration in die vorhandenen Software-Tools, gleichzeitig Vorbereitung für die Anwendung des Drei-Zug-Modells zur Lösung des Zacken-Lücken-Problems bei analytischen Untersuchungen
    2012-2013
     
  • Berücksichtigung  von  Fahrplanbindungen  bei  analytischen  Verfahren zur Leistungsfähigkeitsberechnung 
    Algorithmus zur manuellen Manipulation von Zugfolgefall-Matrizen zur Anpassung an vorgegebene Fahrplanstrukturen   [PDF]
    2016-2017
     
  • Entwicklung von Algorithmen zur Berechnung der Fahrplanleistung (Vorab-Überprüfung eines Fahrplans auf die zu erwartende Betriebsqualität)
    ab 2015

Richtlinien und Dokumentationen zur Leistungsfähigkeitsermittlung

  • Bearbeitung der Richtlinie Ril 405 der DB AG – Kapazität, Module 0102, 0104, 0202, 0401, 0403, 0404 und 0405
    2004 - 2005
  • Erstellung eines Handbuchs für die Berechnung der Streckenleistungsfähigkeit und Simulation
    2009
  • Identifizierung und Zusammenstellung von Anforderungen an Leistungsuntersuchungen, um Vorgaben gesetzlicher Verfahren gemäß Eisenbahn-Bundesamt zu erfüllen
    2010
  • Bearbeitung der Richtlinie Ril 405 der DB AG – Kapazität, Modul 0105
    2010 - 2013
  • Bearbeitung der Richtlinie Ril 405 der DB AG – Kapazität, Module 0401, 0402, 0403 und 0404
    2014
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